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Bezirk Salten-Schlern

Diego Federico & The Voice of Germany 2

vom 04.04.2014 um 08:46 Uhr

Abfahrt in Südtirol:

Samstag, 29. März 2014 um 15.00 Uhr hat Diego Federico seinen ersten Castingtermin bei „The Voice of Germany“ in München. Wir fahren gemeinsam mit Diego, seiner Mutter Barbara und seinem Kollegen Manuel nach München. Diego ist schon etwas nervös und er sagt dies auch, als wir einen Zwischenstopp an der Grenze zwischen der Republik Österreich und der Bundesrepublik Deutschland machen. Auch seine Mutter Barbara ist nicht ganz frei von Emotionen, auch wenn sie dem ganzen Anliegen ihres Sohnes ein wenig kritisch gegenübersteht. Was wäre wenn er denn weiterkäme. Dann müsste er ja irgendwann nach Berlin zu den Blind Auditions, und was wäre dann mit der Schule. Gedanken einer besorgten Mutter, die den Sohn eher „nerven“. Diego will unbedingt dieses Casting bestehen, er will weiterkommen. Sein Freund Manuel ist ein Ruhepol in dieser Situation.

 

Ankunft im Hotel & Conference Center Dolce Munich / Unterschleissheim:   

Die Fahrt verläuft gemütlich, Harald Gasser ist souverän am Steuer, einzig das Navi spielt uns einen Streich, da ein Bahnübergang wegen einer Baustelle geschlossen ist. Doch wir finden unseren Weg und kommen am Ort des Castings, dem „Dolce Munich“ an. Eine Menschenmenge steht im Einfahrtsbereich und ein großer rot-weißer Reisebus. Rot mit weiß sind auch die Grundfarben des Voice-of-Germany-Logos. Doch bei dem Bus handelt es sich um den Mannschaftswagen des Fußballvereins 1. FC Bayern München. Die Spieler essen gerade im Hotel und fahren dann zum Spiel gegen Hoffenheim in die Allianz Arena.

 

Ein Zwischenspiel & FORST:   

Da wir rechtzeitig sind, dort am Platz wegen der Bayern wenig Möglichkeiten für einen ruhigen Ankunftsdreh, warten wir, bis die Mannschaft herauskommt. Unser Kameramann Massimo Moro (Max) steht mit der Kamera direkt am vorderen Buseingang und filmt. Man kann ja nie wissen. Da kommt ein mit einem schwergewichtigen Walky-Talky bewaffneter Ordnungshüter der Bayern-Mannschaft kommt auf Max zu und fragt ihn, für wen er filme. Max bleibt ruhig und sagt, dass wir aus Italien kämen. Nun muss ich erwähnen, dass wir im Team normalerweise immer unsere schwarzen Polos, Sweatshirts bzw. Windjacken mit dem Logo „2m2“ tragen. Max jedoch hatte am Morgen eine schwarze Windjacke angezogen, die das FORST-Logo zeigt. Der Ordnungshüter steht vor ihm und zeigt auf das FORST-Logo und lacht: „Ihr seid nicht aus Italien, ihr seid aus Südtirol! Passt schon, ihr dürft filmen!“ Dann kommt die Mannschaft des 1.FC Bayern, Pep Guardiola gibt Autogramme, Matthias Sammer schreibt beim Einsteigen eine sms und hat eher eine düstere Mimik, dann sieht man noch Lahm, Müller, Schweinsteiger, Alaba… alles geht schnell und die weibliche Busfahrerin schließt die  Türen. Der Bus fährt los und schon ist er weg.

 

Das Casting

Wir drehen unser Ankommen. Im Hotelinneren dürfen wir nicht drehen. Ich hatte zwar eine Drehgenehmigung erfragt, doch die Regeln und Autorenrechte sind so streng, dass wir uns auch vor Ort auf keinerlei Diskussion einlassen. Vor dem Hotel dürfen wir drehen, wir bekommen die Genehmigung des Hotelmanagers. Drinnen treffen wir noch drei weitere Südtiroler, die auch zum Casting angemeldet sind, von denen wir aber nichts wussten. Diego, seine Mutter und Manuel gehen in den Castingbereich. Wir bleiben draußen und gehen was essen. Dann kommt der Anruf, dass das Casting vorbei ist und wir drehen die Reaktion von Diego beim Rauskommen. 25 Personen wurden auf einmal in einen Raum bestellt und jeder musste sich vorstellen und dann ca. eine Minute lang eines der drei vorbereiteten Stück acapella vorsingen. Manuel und Diegos Mutter Barbara durften nicht mit hinein. Die erste Gruppe der 25 waren Diego und die anderen Südtiroler. Wir hätten sie gerne auch noch kurz vor der Kamera gehabt, doch sie waren schnell weg. Vielleicht melden sie sich ja bei uns hier auf facebook.

 

Der vorläufige Schlussakkord

Diego Federico, gerade mal 17 Jahre alt, hat das erste Casting nicht überstanden. Aus seiner Gruppe kam nur eine Münchnerin weiter, bei den vorigen 2 mal 25 Personen überhaupt niemand. Doch neben der Enttäuschung ist es eine riesige Erfahrung für ihn und er zeigt Kampfgeist und will nächstes Jahr wiederkommen.

Wir fahren zurück nach Südtirol und auch wir sind reicher an Erfahrungen. Es war schon ein kleines Abenteuer und wir haben mit Diego mitgezittert. Es ist schön, wenn junge Menschen ihre Träume leben wollen, nicht aufgeben und ihren Weg gehen. Und Diego Federico ist einer von ihnen. Lieber Diego, lass Dich nicht verhärten von den Zweiflern, mach weiter so! Danke, dass wir dabei sein durften!

André Bechtold & das „2m2“-Team